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Fresenius VZ "hold"


04.12.2009
SEB

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Manfred Jakob, Analyst der SEB, stuft die Vorzugsaktie von Fresenius (ISIN DE0005785638 / WKN 578563) mit "hold" ein.

Fresenius habe erneut starke Zahlen über alle vier Divisionen hinweg präsentiert. Man habe auch von Währungseffekten und von der im letzten Jahr (September) getätigten Übernahme der APP Pharmaceuticals profitiert. So habe Fresenius bei einem Umsatzplus von 16% auf 3,53 Mrd. EUR den operativen Gewinn um 88% auf 511 Mio. EUR gesteigert. Der Nettogewinn habe sich auf 65 Mio. EUR belaufen (nach akquisitionsbedingten -59 Mio. EUR im Vorjahresquartal). Mit dem Schuldenabbau komme Fresenius voran. Der Verschuldungsgrad (Nettofinanzverbindlichkeiten/Ebitda) sei auf 3,1 zurückgeführt worden. Das Ziel bis 2010 sei ein Wert zwischen 2,5 und 3,0.

Das Q3 sei wiederum ein starkes Quartal gewesen. Alle Geschäftsbereiche hätten das Wachstum getragen, wobei in Q3 das Haus nochmals leicht zugelegt habe. Das organische Umsatzwachstum habe bei 9% gelegen. Die Margen hätten leicht gesteigert werden können. Überproportionale Wachstumsraten seien erneut in den Regionen Asien-Pazifik (13%) und Lateinamerika (12%) generiert worden (jeweils Umsatz, neun Monate).

Stark habe sich weiterhin der operative Cash Flow entwickelt, der sich in Q3 auf 520 Mio. EUR mehr als verdoppelt habe; in den ersten drei Quartalen sei er um 52% auf 1,12 Mrd. EUR geklettert. Es habe Fortschritte beim Abbau der Verschuldung gegeben (-3,5% auf 8,47 Mrd. EUR seit Jahresbeginn). Der Verschuldungsgrad sei auf 3,1 gesunken (Ultimo 2008: 3,6).


Fresenius habe den bisherigen Ausblick für 2009 voll bestätigt beziehungsweise bei Fresenius Medical Care und Helios leicht angehoben. Die unverändert gute Auftragslage sei der Hauptgarant für ein neues Rekordjahr. Fresenius stufe die US-Gesundheitsreform als "neutral bis leicht positiv" ein (16.11.).

APP habe im September in den USA bei Heparin seine "Monopolstellung" verloren (früher als erwarteter Markteintritt von Hospira). In einigen Kernmärkten würden die Kostendämpfungsmaßnahmen laufen. Es bestünden auch Wechselkursrisiken.

Die Fresenius-Vorzugsaktie sei ein defensiver Wachstumswert, kurzfristig aber gut. Das Zwölfmonats-Kursziel werde von 46 EUR auf 48 EUR angehoben.

Die Analysten der SEB bewerten die Vorzugsaktie von Fresenius mit dem Rating "hold". (Analyse vom 04.12.2009) (04.12.2009/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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